Ja zur Ehe für alle!

Es gibt Dinge, die sind für uns Grüne sonnenklar: Dazu gehören nicht nur Umweltschutz, sondern auch Fragen der Gleichstellung und Nichtdiskriminierung. Und genau darum geht es bei der Ehe für alle: Darum, dass das Recht auf Ehe nichts mit der sexuellen Orientierung zu tun hat, und darum für alle offen stehen soll.

Bereits vor 20 Jahren hat Ruth Genner im Nationalrat als Erste die Ehe für alle gefordert. Der Vorstoss blieb zwar chancenlos, hat aber den Weg für die eingetragene Partnerschaft geebnet. Für uns ist es unverständlich, dass 20 Jahre verstreichen mussten, bis das Parlament sich mit einer Mehrheit für eine Öffnung der Ehe und damit zu einem Bekenntnis für eine progressive Gesellschaft durchringen konnte. Ein langer, aufreibender Kampf für eine Selbstverständlichkeit: Das in der Verfassung verankerte Recht auf Ehe und Familie. Die Ehe für alle ist eine rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare mit heterosexuellen Paaren. Dazu gehört auch, dass Frauenpaare Zugang zu den Verfahren der Fortpflanzungsmedizin erhalten. Gleiche Rechte für alle soll nicht nur bei der Ehe gelten, sondern auch bezüglich Elternschaft.

Die Ehe für alle ist aber mehr als die rechtliche Gleichstellung. Es ist eine Änderung mit Signalwirkung. Die Schweiz ist das zweitletzte europäische Land, das die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare noch nicht geöffnet hat.

Ein konservatives überparteiliches Komitee hat gegen das Gesetz das Referendum ergriffen. Dass es jetzt doch noch zu einer Volksabstimmung kommt, ist ärgerlich. Aber es bietet die Gelegenheit, mit einem deutlichen Ja! ein klares Statement für eine offene Gesellschaft abzugeben. Wir GRÜNE sind überzeugt, dass Gleichstellung, Toleranz, Vielfalt und gegenseitiger Respekt die Richtschnur für ein gutes Zusammenleben sind.

 

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