Industrielle Massentierhaltung ist ein Problem für die Umwelt.
Das Problem der Klima- und Biodiversitätskrise lässt sich nicht lösen, wenn wir nicht in allen Lebensbereichen versuchen, einen Beitrag zu leisten. Die Nutztierhaltung ist in der Schweiz für rund 85% der von der Landwirtschaft verursachten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Will man diese Emissionen senken, ist eine der wesentlichsten Massnahmen die Reduktion der Tierbestände. Die hohen Tierbestände in der Schweiz können nur ernährt werden, indem die Schweiz jedes Jahr über eine Million Tonnen Futtermittel importiert. Dafür wird Regenwald abgeholzt und die Klimakrise befeuert. Durch die Überdüngung von Böden und Gewässern leidet die Biodiversität, und wir gefährden die unverzichtbaren Ökosystemleistungen.

Industrielle Massentierhaltung ist ein Problem für die Tiere.
Werden hunderte oder tausende Tiere auf engem Raum gehalten, leidet das Tierwohl. In der Schweiz gibt es bspw. über 200 Geflügelmastbetriebe, die je mehr als 12‘000 Hühner halten. Gesetzlich dürfen solche Betriebe heute bis zu 27‘000 Hühner halten. 17 Hühner pro Quadratmeter. Diese Art der Tierhaltung ist auf ökonomische Effizienz getrimmt: Es wird in Kauf genommen, dass die Hühner überzüchtet werden und so, optimiert für eine möglichst rasche Gewichtszunahme, krank werden und leiden und medikamentös behandelt werden müssen.

Industrielle Massentierhaltung ist ein Problem für die Menschen.
In der Schweiz werden in der Nutztierhaltung jedes Jahr Zentausende Kg Antibiotika eingesetzt, um die gesundheitlichen Folgen der Massentierhaltung präventiv oder auch symptomatisch zu bekämpfen. Der übermässige Gebrauch von Antibiotika führt auch bei Tieren wie beim Menschen zu multiresistenten Keimen. Diese Keime können sich auch auf Menschen übertragen. Jährlich sterben Tausende Menschen an Infektionen durch multiresistente Keime. Aber nicht nur die Antibiotika sind ein Problem: Die Herstellung von Billigfleisch mit der Massentierhaltung ist ein Gesundheitsproblem: Sie führt zu übermässigem Fleischkonsum, der sich nachweislich negativ auf den menschlichen Körper auswirkt.

Ich fasse zusammen: Die Massentierhaltungsinitiative bietet die Chance, etwas für die Umwelt zu tun, für die Tiere und für die Menschen.

 

 

FaceBook  Twitter
Donnerstag 5 Oktober 2023
Sehr geehrter Herr Spillmann Vielen Dank für Ihren offenen Brief und Ihr Interesse an meinem Standpunkt bezüglich Windkraftanlagen im Zürcher Oberland. Ich schätze Ihre Leidenschaft für Umwelt- und Naturschutz sowie Ihre Sorge um die ökologische Vielfalt in unserer Region. Sie sprechen mein...
Dienstag 3 Oktober 2023
Zusammen mit Martina Meier, Gerry Amstutz und Maurice Maggi durfte ich ein Pilzbuch veröffentlichen. Das Buch heisst „Pilze aus Stadt und Wald“ und ist im Buchhandel erhältlich. Es war auch Anlass für eine Pilzreportage, die die Coop-Zeitung mit mir gemacht hat. Entstanden ist ein Wohlfühl-Porträt...
Mittwoch 27 September 2023
Im Juni wurde das Klima- und Innovationsgesetz mit fast 60% der Stimmen deutlich angenommen. Es legt die Ziele fest, die erreicht werden müssen, um bis 2050 das Netto-Null-Ziel zu erreichen. Doch die «Klimakrise» gehört nicht zum Vokabular des neuen UVEK-Departementsvorstehers Albert Rösti. Seit...