Haben Sie gewusst, dass die individuelle Lebenszufriedenheit mit der Vielfalt der Vogelarten im persönlichen Umfeld korreliert? Das haben Forscher des Senckenberg-Instituts, der Uni Kiel und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung herausgefunden.
Eine artenreiche Natur ist der Studie zufolge sogar genauso wichtig für das Glücksempfinden wie das Einkommen. Zehn Prozent mehr Vogelarten im Umfeld machen demnach ähnlich glücklich wie 10% mehr Lohn.

Ja, auch mich macht Biodiversität glücklich. Es ist mein Herzensthema und ja, ich glaube, es sollte ein Herzensthema von uns allen sein – denn die Biodiversität, die Vielfalt, sie ist die Essenz des Lebens.
Und diese Essenz ist von unschätzbarem Wert. Durch die Biodiversität haben wir einen fruchtbaren Boden, gesunde Nährstoffkreisläufe und sauberes Wasser. Durch die Biodiversität haben wir Ernährungssicherheit und Medikamente. Die Biodiversität erhält die Luftqualität, schützt uns vor Naturkatastrophen, reguliert das Klima. Biodiversität sind unsere Landschaften, Biodiversität ist Heimat.

Aber der Biodiversität geht es schlecht: Noch nie starben so viele Arten aus wie heute. Von den geschätzt acht Millionen Tier- und Pflanzenarten weltweit ist rund eine Million vom Aussterben bedroht, täglich sterben 100 Arten aus. In der Schweiz ist ein Drittel aller Tier- und Pflanzenarten bedroht. Die Auenlandschaften, unsere Hotspots der Artenvielfalt sind seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zu 90% verschwunden. Ökosysteme verschwinden, und bei den Schutzgebieten nimmt die Qualität seit Jahrzehnten ab.
Das ist ein Problem, denn wenn die Biodiversität abnimmt, nimmt gleichzeitig die Anpassungsfähigkeit der Ökosysteme bei Veränderungen der Umweltbedingungen wie z.B. durch die Klimaerhitzung, ab. Die Ökosysteme werden instabil und damit auch die erbrachten Leistungen. Der Schutz der Biodiversität ist sicherheitsrelevant.
Die Schweiz ist eines der reichsten Länder der Welt. Und doch sind wir bei der Biodiversität mehr Schlusslicht als Pionierin. Die Schweiz ist europäisches Schlusslicht bei den Flächen für Schutzgebiete!
Wir müssen dringend die Prioritäten anders setzen, denn, ich möchte abschliessend gerne Robert Watson, den Vorsitzenden des Weltbiodiversitätrates zitieren: "Wir erodieren global die eigentliche Basis unserer Volkswirtschaften, Lebensgrundlagen, Nahrungsmittelsicherheit und Lebensqualität."
Mit der Biodiversitätsinitiative können wir einen Schritt in die richtige Richtung machen.

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