1. Es ist zum heutigen Zeitpunkt absurd, Milliarden für das grösste Rüstungsprojekt seit dem II. Weltkrieg auszugeben. Die Bedrohungen haben sich verändert. Kampfjets nützen nichts gegen Pandemien, gegen Cyberattacken, oder gegen die Klimakrise. Bei der letzten Risikoanalyse (2015), die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz gemacht wurde, rangierte das Risiko um eine Pandemie auf Platz zwei, gleich hinter dem Risiko einer Strommangellage und vor klimawandelbedingten Risiken wie Hitzewellen und Trockenperioden.
  2. Die wahren Kosten bleiben im Dunklen: Das VBS veröffentlichte nur auf grossen medialen Druck hin Kostenschätzungen für die Lebensdauer (18 Mia). Aber es bleibt die Katze im Sack: Die Bevölkerung kann weder über den Typ noch über das Herstellerland entscheiden.
  3. Der Luftpolizeidienst ist mit den heutigen Jets bis 2035 gewährleistet. Ausserdem braucht es dafür nur etwa 12 leichte Kampfflugzeuge. Mit dem Rüstungsprogramm 2017 haben Bundesrat und Parlament dafür gesorgt, dass die 30 F/A-18-Flugzeuge bis mindestens 2035 voll einsatzfähig sind. Damit verfügt die Schweiz über fast drei Mal so viele Jets, wie für den Luftpolizeidienst nötig wären.
  4. Die Schweiz, von befreundeten Ländern umgeben, muss endlich aufhören, Milliarden für die Kriege von gestern auszugeben. Ein konventioneller Luftkrieg in Europa ist absolut unrealistisch.
  5. Und das Risiko um einen bewaffneten Angriff der Schweiz – das kommt übrigens in der Risikoanalyse nicht vor bei den 10 grössten Risiken – lässt sich beeinflussen, wenn wir unsere Energie und unsere Mittel für eine aktive Friedenspolitik einsetzen.

Fazit: 18 Milliarden – 12‘000.- pro Liegenschaft, mit diesem Anreiz hätten wir innert Kürze auf jedem Dach in der Schweiz Solarzellen!

Die neuen Kampfjets sind nichts Weiteres als ein teures Hobby für eine reiche Lobby. Darum braucht es unser NEIN am 27. September.

 

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